Staying Active with an LVAD: What's Safe and What's Not?

Aktiv bleiben mit einem LVAD: Warum Bewegung entscheidend ist

Viele Patienten befürchten, dass ein linksventrikuläres Unterstützungssystem (LVAD) sie zu einem überwiegend sitzenden Lebensstil zwingt. Doch das entspricht nicht der Realität. Aktiv zu bleiben gehört zu den wichtigsten Maßnahmen, um die eigene Gesundheit zu stärken und die Lebensqualität langfristig zu verbessern.

Der Schlüssel liegt im Gleichgewicht: zu wissen, welche Übungen sicher sind, wie man sein Tempo findet und welche Vorsichtsmaßnahmen notwendig sind. Bewegung unterstützt den Körper dabei, sich an das Gerät zu gewöhnen, Kraft aufzubauen und mehr Selbstständigkeit zu gewinnen. Mit der richtigen Einstellung, professioneller Begleitung und geeignetem Equipment kann ein aktiver Alltag weiterhin möglich sein – ein Alltag, der sowohl das Herz als auch das seelische Wohlbefinden stärkt.

Die Bedeutung körperlicher Aktivität mit einem LVAD

Körperliche Aktivität bedeutet nicht nur Kalorienverbrauch oder Muskelaufbau. Sie spielt eine zentrale Rolle für die kardiovaskuläre Fitness und die mentale Stabilität nach der Implantation eines LVAD. Patienten, die aktiv bleiben, berichten häufig von mehr Energie, größerem Selbstvertrauen und weniger Krankenhausaufenthalten als Patienten, die überwiegend inaktiv bleiben.

Vorteile regelmäßiger Bewegung

Für Menschen mit einem LVAD hat körperliche Aktivität weitreichende positive Effekte. Sanfte, regelmäßige Bewegung unterstützt einen gesunden Blutdruck und verbessert die Sauerstoffnutzung des Körpers. Das führt zu mehr Ausdauer im Alltag und weniger Müdigkeit nach der Operation.

Aktiv zu bleiben verhindert außerdem den schleichenden Verlust von Muskelkraft und Gelenkbeweglichkeit, der bei Inaktivität auftreten kann. Dadurch fällt es leichter, Treppen zu steigen, längere Strecken zu gehen oder alltägliche Aufgaben ohne übermäßige Belastung zu bewältigen.

Die Vorteile sind nicht nur körperlicher Natur. Bewegung reduziert häufig Angst und depressive Symptome und stärkt das Selbstwertgefühl. Viele Patienten berichten, dass sie sich unabhängiger fühlen, wenn sie wieder einkaufen, kochen oder Zeit mit ihren Liebsten verbringen können, ohne sofort erschöpft zu sein. Aktivität unterstützt somit nicht nur den Körper, sondern auch das emotionale Wohlbefinden und die soziale Teilhabe.

Welche Übungen sind sicher?

Die sichersten Aktivitäten sind solche, die den Körper herausfordern, ohne ihn zu überlasten. Sie sollten leicht bis moderat sein, keinen übermäßigen Druck auf Brust oder Bauch ausüben und das Risiko von Stürzen oder Traumata am Gerät minimieren.

Gelenkschonende Aktivitäten

Gelenkschonende Bewegung bildet die Grundlage für Training mit einem LVAD:

  • Gehen – Eine der effektivsten und zugänglichsten Bewegungsformen. Beginnen Sie mit kurzen Strecken und steigern Sie langsam die Distanz.

  • Stationäres Radfahren – Ideal zur Stärkung der Beinmuskulatur und des Herz-Kreislauf-Systems, ohne Sturzrisiko.

  • Yoga und Dehnübungen – Verbessern Flexibilität, Balance und Entspannung.

  • Leichtes Krafttraining – Widerstandsbänder oder leichte Hanteln helfen, Muskelmasse zu erhalten.

Empfohlene Aktivitäten

Für Patienten, die eine strukturierte Anleitung bevorzugen, sind Programme der kardiologischen Rehabilitation eine ausgezeichnete Wahl. Unter professioneller Aufsicht können Intensität und Belastung individuell angepasst werden. Typische Elemente sind:

  • kurze Laufbandintervalle,

  • Sitzübungen zur Stärkung von Rumpf und Oberkörper,

  • Atemübungen zur Verbesserung der Lungenkapazität,

  • Stufentraining zur Vorbereitung auf alltägliche Belastungen.

Auch leichte Hausarbeiten wie Gartenarbeit, Aufräumen oder Kochen bieten wertvolle Bewegung. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit – Aktivitäten sollten so gewählt werden, dass sie sich gut in den Alltag integrieren lassen.

Was sollte vermieden werden?

Nicht jede Bewegungsform ist für LVAD‑Patienten geeignet. Einige Aktivitäten bergen unnötige Risiken, entweder durch körperliche Überlastung oder durch mögliche Schäden am Gerät.

Hochrisiko- und Hochintensitätsaktivitäten

Folgende Aktivitäten sollten vermieden werden:

  • Kontaktsportarten – Fußball, Basketball, Hockey oder Kampfsportarten bergen ein hohes Risiko für Brust- oder Bauchtraumata.

  • Schwimmen und Wassersport – Feuchtigkeit in der Nähe der Driveline erhöht das Infektionsrisiko; plötzliche Untertauchen kann das Gerät beschädigen.

  • Schweres Heben – Belastungen, die Druck auf Brust oder Rumpf ausüben, können gefährlich sein.

  • Risikosportarten im Freien – Skifahren, Mountainbiking oder Klettern erhöhen die Sturzgefahr.

  • Intensive Aerobic – Laufen oder Seilspringen überschreiten oft sichere Belastungsgrenzen.

Wichtige Hinweise vor Beginn des Trainings

Ärztliche Rücksprache

Ihr Kardiologe oder LVAD‑Koordinator ist die beste Anlaufstelle, um sichere Aktivitäten zu bestimmen und Grenzen festzulegen.

Auf den Körper hören

Warnsignale wie Schwindel, Brustdruck oder ungewöhnliche Atemnot sollten ernst genommen werden.

Die richtige Ausrüstung

Bequeme, atmungsaktive Kleidung und stabiles Schuhwerk sind wichtig. Ebenso entscheidend ist LVAD‑Schutzkleidung, die das Gerät sicher fixiert.

Wie LVADLINE unterstützen kann

LVADLINE‑Produkte erleichtern sichere Bewegung:

  • LVAD‑Weste – verteilt das Gewicht gleichmäßig und erhöht den Komfort.

  • LVAD‑Tasche – schützt das Gerät und ermöglicht freie Hände.

  • Life Line Cover – schützt die Driveline vor Zugbelastung und Infektionen.

Mit diesen Hilfsmitteln können Patienten sich sicherer bewegen und ihren Alltag aktiver gestalten.

Fazit

Aktiv zu bleiben mag anfangs herausfordernd wirken, doch Bewegung ist ein entscheidender Baustein für langfristige Gesundheit und Wohlbefinden. Mit sicheren Übungen, ärztlicher Begleitung und der richtigen Ausrüstung kann körperliche Aktivität zu einem stärkenden Teil des Lebens mit einem LVAD werden.

Comments (0)

No comments at this moment